-
03.08.2018
- → Feuilleton
Der Stern von Mykonos
Der Fußballspieler Cristiano Ronaldo, der sich selbst »CR7« nennt, und der Schauspieler Tom Cruise haben einiges gemeinsam: Beiden wird dubioses Finanzgebaren nachgesagt, und beide sehen im Gesicht aus, als tunkten sie es täglich in ein Fass mit sogenannter Feuchtigkeitscreme. Unterm Strich war es das.
Der Physikdozent Peter A. quittierte seinen akademischen Dienst, den er ausgeübt hatte, um einen Lebensstandard zu halten, dessen er nicht bedurfte. Indes verlegt oder repariert er in Häusern auf griechischen Inseln gegen Kost (Naturalien) und Kleingeld die Elektrik. Sein Gesicht ist glibberfrei, die Luft salzig, das Meer rauscht fortwährend, er hat immer Zeit zu lesen, und Tom Cruise kommt niemals in seinem CR7 vorbei.
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!