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Rassismus von Journalisten

Georg Restle, Leiter des ARD-Magazins »Monitor«, hat Journalistenkollegen davor gewarnt, durch ihre Berichte rassistisch geprägte Kampagnen zu verstärken. Mit der Übernahme von Begriffen wie »Flüchtlingsflut« oder mit der überbordenden Berichterstattung über jeden einzelnen Fall von Ausländerkriminalität würden rassistische Kampagnen der AfD verstärkt, sagte Restle dem Gewerkschaftsmagazin Journalist (Augustausgabe). Relevanz entscheide sich in vielen Redaktionen nicht mehr danach, was viele betreffe, »sondern danach, worüber viele reden«, meint Restle. Damit mache man es der AfD leicht. Er empfiehlt Selbstverständlichkeiten, wie mit Begriffen wie »Asylkrise« oder »Islamisierung« vorsichtig umzugehen und sich in der Berichterstattung an Fakten zu halten, »statt auf gefühlte Realitäten zu setzen«. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 28.07.2018, Seite 10, Feuilleton

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