-
09.06.2018
- → Ausland
Orban hetzt gegen Flüchtlinge und Soros
Budapest. Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban hat am Freitag gegenüber dem staatlichen Rundfunk erklärt: »In Europa geht ein Bevölkerungsaustausch vonstatten«. Damit benutzte er einen faschistischen Kampfbegriff. Außerdem bediente Orban antisemitische Ressentiments, indem er in Hinblick auf den US-Milliardär George Soros erklärte, dieser würde darauf spekulieren, »am Zugrunderichten des Kontinents viel Geld verdienen zu können«. (dpa/jW)
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
