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Bundesregierung kämpfte für Rüstungskonzern

Berlin. Die Bundesregierung setzte sich offenbar für die Aufhebung eines indischen Handelsverbots mit dem Rheinmetall-Konzern ein. Wie der Stern (Onlineausgabe) am Dienstag berichtete, hätten gemeinsame Recherchen mit dem ARD-Magazin »Report München« und dem indischen Internetportal The Print ergeben, wie Rheinmetall die Bundesregierung für offizielle Interventionen einspannen konnte. Seit 2012 ist der Rheinmetall AG der Zugang zum indischen Markt versperrt. Der Waffen- und Munitionsfabrikant aus Düsseldorf steht noch bis 2022 wegen der versuchten Bestechung eines indischen Militärs durch eine Schweizer Tochterfirma auf einer Verbotsliste. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 07.03.2018, Seite 2, Kapital & Arbeit

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