-
03.03.2018
- → Feuilleton
Hackerangriff
Der Russe hat wieder mal zugeschlagen. Erst die sibirische Kälte (The Beast from the East) und nun der erneute russische Hackerangriff auf die hochsensiblen bundesrepublikanischen Regierungsnetze. Weil diese technisch so primitiv sind, ist das gar nicht so einfach: Nur russische Spezialisten der Gruppe »APT 28« sind imstande, die digitalen Steinzeitstrukturen deutscher Behörden und Ministerien zu knacken.
Die Russen sollen sich für folgende Fragen interessieren: Wie viele Hunde sind der SPD neu beigetreten? Wie lassen diese sich beim Mitgliederentscheid über die große Koalition im Sinne Putins beeinflussen? Werden alle 27 einsatzfähigen »Leopard«-Panzer der Bundeswehr schon am Montag verschrottet, oder erst Ende März, zusammen mit allen flugunfähigen Hubschraubern? Und nicht zuletzt: Wie tickt der neue starke starke Mann der CDU, Generalsekretär*in Annegret Kramp-Karrenbauer? Der Hackerangriff soll von Putins Hündin Jume geleitet worden sein, die auch die Menschensprache versteht.
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!