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Nachschlag: Bibelfester Fußballcoach

Zur Diskussion | Mi., 19.10 Uhr, DLF

Foto: Philipp Szyza/imago
Immer mit viel Liebe: Der frühere St.-Pauli-Trainer Ewald Lienen zu Besuch am Millerntor (Hamburg, 9.11.2024)

Um die Linke muss es schlecht stehen, wenn ein rotes Urgestein wie Fußballtrainer Ewald Lienen die katholische Kirche plötzlich als Bollwerk von Werten verteidigt, deren Pflege für ein friedliches Zusammenleben unverzichtbar sei. Dabei ist Lienen früh aus der Kirche ausgetreten, die sich traditionell durch ihren Antikommunismus auszeichnet. Doch in der Sendung »Zur Diskussion« des Deutschlandfunks zur »Demokratie- und Medienkrise: Was kann die Gesellschaft tun?« ließ Lienen kein gutes Haar weder an der Politik noch am Bildungssystem der BRD. Es gebe Minister ohne fachliche oder Lebenserfahrung. In den Schulen wiederum gehe es rein um »kognitive Bildung«, für »Persönlichkeitsbildung und Charakterschulung« sei »keine Zeit«. Darauf aber komme es an, so Lienen, der im Gespräch mit einer Ordensschwester und einem Kölner Karnevalisten auf das berühmte Wort des Apostels Paulus verwies: »Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen.« (jt)

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Erschienen in der Ausgabe vom 22.05.2026, Seite 14, Feuilleton

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