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08.01.2018
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Sonderstatus
Twitter will Konten von Staats- und Regierungschefs auch bei Verstößen gegen die Benimmregeln nicht sperren. Solche Politiker hätten einen besonderen Status, erklärte der Konzern nach Forderungen, das Konto von US-Präsident Donald Trump stillzulegen. In diesem Falle würden wichtige Informationen zurückgehalten, über die debattiert werden müsse, hieß es. Konkret ging es um den Tweet Trumps, er verfüge über einen »viel größeren« und mächtigeren Atomknopf als Nordkoreas Staatschef Kim Jong Un. Nutzer hatten das als Verletzung von Twitter-Regeln zu Gewaltäußerungen gemeldet. (dpa/jW)
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