Gegründet 1947 Freitag, 30. Oktober 2020, Nr. 254
Die junge Welt wird von 2422 GenossInnen herausgegeben
Aus: Ausgabe vom 09.10.2017, Seite 10 / Feuilleton

Familie Panzerknacker

Ein Mann ist in Köln nachts um halb zwei in eine Bank eingebrochen, während sein elfjähriges Kind und seine Frau draußen warteten. Das teilte die Polizei mit. Der Gestank von heißem Metall machte in der Nacht zu Sonntag einen Zeugen aufmerksam. Er sah, dass jemand Schmiere stand und wählte den Notruf. Die Beamten rückten mit einem Diensthund an und nahmen den »polizeibekannten« 32jährigen fest. Er hatte ein vergittertes Kellerfenster aufgeschnitten und versucht, einen Tresor mit einem Winkelschleifer zu öffnen.

Vor dem Gebäude trafen die Polizisten die 27 Jahre alte Ehefrau des Täters und den elfjährigen Sohn des Paares an. Sie erzählte, mit ihrem Mann verabredet zu sein, gab sich aber ansonsten völlig ahnungslos. Auf dem Handy des Elfjährigen fanden die Polizisten allerdings eine recht eindeutige Nachricht des Manns in der Bank: Er könne wegen eines Hundes nicht aus dem Loch krabbeln. (dpa/jW)

Mehr aus: Feuilleton