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Theater

Kommt Zeit, kommt Repolitisierung

Martin Kusej ist am Freitag offiziell zum künftigen Intendanten des Wiener Burgtheaters ernannt worden. »Es ist in der Tat Zeit, wieder politisch zu werden«, meinte der Österreicher bei einem Pressetermin mit Österreichs Kulturminister Thomas Drozda, der sich freute, »dass der wichtigste Regisseur des Landes das wichtigste Theater des Landes übernehmen wird«. Kusej soll 2019 die Nachfolge von Karin Bergmann antreten, die den Posten auf eigenen Wunsch räumt. In Zeiten eines »weltweiten Siegeszugs von Dummheit und Ignoranz« könne Theater als Ort des Nachdenkens und der Seelenbildung ein Gegenpol sein, erklärte Kusej, der aktuell noch Intendant des Münchner Residenztheaters ist, und nach eigener Einschätzung »für Veränderung, Irritation und Aufregung« steht. Im übrigen legte er möglicherweise mit Blick auf den Intendantenwechsel an der Berliner Volksbühne »ein klares Bekenntnis zum Schauspieler- und Ensembletheater ab«. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 01.07.2017, Seite 11, Feuilleton

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