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Droste

Moment Everest. Morgens um fünf, nur so

Süße, hart springst du mit mir um

und gehst mit mir nicht vor,

sondern ins Gericht,

also ins Herz und ins Gesicht.

Das steht dir

so zu wie mir.

Wir sind erwachsen genug,

uns weniger als alles zu geben.

Glaubst oder meinst du

– (aber meinen ist für Idioten,

die von Meinungsfreiheit quaken,

weil sie die Freiheit zur Wahrheit hassen) –,

ich wollte etwas oder jemanden anderes?

Wenn ich morgens um fünf

die Vögel singen höre

und die Katzen füttere,

weiß ich, wie schön das Leben ist

und schöner nur noch sein kann mit dir.

Und dann, bitte verzeih die Grobheit,

mit der ich meine Worte für dich wähle,

ist mir die ganze Scheißrestwelt

zumindest für diese Momente einfach egal.

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Erschienen in der Ausgabe vom 30.06.2017, Seite 11, Feuilleton

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