-
02.05.2017
- → Feuilleton
Truman-Show
Ein Jahr nach dem Tod der Schriftstellerin Harper Lee erscheint in dieser Woche ein Buch, in dem sie ihren Kindheitsfreund Truman Capote charakterisiert. »Sein notorisches Lügen lief etwa so ab«, schrieb Lee 2006 an den befreundeten Historiker Wayne Flynt, »wenn Du ihn gefragt hättest, ob er schon wisse, dass John F. Kennedy erschossen wurde, hätte er (Capote) geantwortet: ›Ja, und ich saß am Steuer des Autos, in dem es geschah.‹« Der Bruch zwischen Lee und Capote kam laut Flynt mit seiner Eifersucht auf den Erfolg ihres Romans »Wer die Nachtigall stört« (1960) über den Rassismus im Süden der USA. (dpa/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!