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Zeitungsverleger digital nicht erfolgreich

Berlin. Die Zeitschriftenbranche ist beim Thema Bezahlinhalte nach Einschätzung des Hauptgeschäftsführers des Verbands Deutscher Zeitungsverleger (VDZ), Stephan Scherzer, noch nicht da, wo sie sein will. »Wir kommen tatsächlich langsamer voran, als sich das viele gewünscht haben, weil die Alles-ist-umsonst-Kultur so weit entwickelt ist«, sagte er. Es gebe schon viele Special-Interest-Medien mit klugen Bundleangeboten, also ein Abo für alles, Print, Websites, Mobile, Services. »Wir haben in Deutschland allerdings etwas, was uns von allen Ländern, auch den USA, unterscheidet, einen extrem starken öffentlich-rechtlichen Rundfunk«, so Scherzer. Die Washington Post oder die New York Times hätten dagegen keine öffentlich-rechtliche Konkurrenz. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 29.12.2016, Seite 15, Medien

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