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Pearl Jams Boykott

Aus Protest gegen ein diskriminierendes Gesetz haben nach Bruce Springsteen, Bryan Adams und Ringo Starr auch Pearl Jam ein Konzert im US-Bundesstaat North Carolina abgesagt. Der für den heutigen Mittwoch geplante Auftritt in der Hauptstadt Raleigh falle aus, teilte die Band um Sänger Eddie Vedder am Montag (Ortszeit) auf ihrer Webseite und über Twitter mit. Das Gesetz, das seit Wochen in der Kritik steht, verhindert unter anderem die Einrichtung von Unisex-Toiletten, was die Rechte von Transsexuellen einschränkt. Sie sollen auf die Toiletten gehen, die für das Geschlecht vorgesehen sind, das auf ihrem Geburtsschein steht. Das Gesetz sei »verabscheuungswürdig« und führe zur »Diskriminierung einer ganzen Gruppe amerikanischer Bürger«, erklärte die Band in dem online veröffentlichten Schreiben. Pearl Jam werde auch finanzielle Unterstützung für örtliche Protestgruppen leisten, hieß es weiter. Neben weiteren Promis hatten auch Firmen und Verbände das Gesetz kritisiert und Vorhaben in dem Bundesstaat abgesagt. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 20.04.2016, Seite 10, Feuilleton

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