-
10.03.2016
- → Medien
Abendzeitung geht gegen AfD vor
München. Die Abendzeitung München leitet nach einer manipulierten Schlagzeile auf Facebook rechtliche Schritte gegen die Partei »Alternative für Deutschland« (AfD) ein. »Wir sind empört über die Verfälschung unserer Überschrift«, sagte der stellvertretende Chefredakteur Timo Lokoschat am Dienstag und bestätigte entsprechende Berichte. »Wir sehen eine Urheberrechtsverletzung und prüfen außerdem, ob die AfD die Unternehmenspersönlichkeitsrechte der Abendzeitung verletzt hat.
Nach Angaben der Zeitung hat die AfD Nürnberg die Überschrift eines Berichts über einen versuchten Brandanschlag auf ein Münchner Asylbewerberheim auf Facebook gefälscht. Im Original hieß es demnach: »Jugendliche wollten Flüchtlingsheim in Brand stecken.« Die AfD machte daraus: »Polizei erwischt Linksextreme bei Brandstiftung in Asylbewerberheim!« Laut Abendzeitung erklärte die AfD ihre Manipulation so: »Wir finden es sehr bedauerlich, dass Medien meist keine Aufklärungsarbeit betreiben, sondern verschleiern, wie auch in diesem Artikel.« (dpa/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!