Zum Inhalt der Seite

DJV gegen spekulative Berichterstattung

Köln. Nach den Übergriffen auf Frauen in Köln hat der Deutsche Journalistenverband (DJV) die Medien gegen den Vorwurf verteidigt, einseitig Partei für Flüchtlinge zu ergreifen. »Journalisten müssen informieren, aber nicht spekulieren«, teilte der DJV-Chef Frank Überall am Dienstag mit. Es gebe bisher keine polizeilichen Hinweise darauf, dass es sich bei den Tätern um Flüchtlinge handele. »Eine nicht durch solide Recherchen gedeckte Verdachtsberichterstattung ist nicht nur unvereinbar mit den Prinzipien des professionellen Journalismus, sondern auch innenpolitisch brandgefährlich.« (dpa/jW)

→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 07.01.2016, Seite 15, Medien

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!