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Österreich: Metaller beraten Ausstand

Wien. Österreichs Metall- und Bergarbeiter beraten am heutigen Dienstag über Kampfmaßnahmen im Zuge der jährlichen Lohnverhandlungen. Die Gewerkschaft der Privatangestellten – Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp) und die Produktionsgewerkschaft (Pro-Ge) riefen eine gemeinsame Betriebsrätekonferenz ein. Bereits am vergangenen Donnerstag hatten beide Verbände ihre Forderungen nach »deutlichen Reallohnzuwächsen« dem Fachverband Maschinen-, Metallwaren- und Gießereiindustrie (FMMI) übergeben. Dabei war es zum Eklat gekommen. Der FMMI weigerte sich, die Verhandlungen aufzunehmen. Der Unternehmerverband begründete die Blockadehaltung damit, dass die österreichische Regierung einen Anspruch auf sechs Ferienwochen gesetzlich festschreiben wolle. »Die Gewerkschaften wurden aufgefordert, dafür Sorge zu tragen, dass die Bundesregierung sich so verhält, wie sich das die Unternehmer wünschen«, erklärte die Pro-Ge in einer Medienmitteilung. Die GPA-djp spricht von Erpressungsversuchen. Die Lohnverhandlungen werden für gut 180.000 Arbeiter in der Metallindustrie geführt. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 29.09.2015, Seite 15, Betrieb & Gewerkschaft

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