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Omars Geschichte

Die Filmproduktionsfirma des dänischen Regisseurs Lars von Trier (59), Zentropa, plant einen Spielfilm über den Attentäter, der im vergangenen Februar in Kopenhagen in einem Kulturcafé und vor einer Synagoge zwei Menschen erschoss und mehrere Polizisten verletzte, bevor die Polizei ihn tötete. Der Film mit dem Arbeitstitel »Geschlossene Augen« solle die Geschichte des 22jährigen Omar Abdel Hamid El-Hussein erzählen, wie Triers Geschäftspartner Peter Albaek Jensen mitteilte. »Ich will Omars Geschichte mit ihm als Hauptperson erzählen«, führte Manyar Parwani aus, der Regie führen wird. »Wir wissen ja alle, wie sie zu Ende ging, aber es ist seine ganze Reise hinein in die Radikalisierung, die ich versuchen will nachzuvollziehen. Ich will verstehen, was im Kopf dieses Mannes vorging und was es für soziale Verhältnisse sind, die zu einer solchen Radikalisierung beitragen.« Parwani hat sich nach eigenen Angaben nicht nur mit Experten getroffen, sondern auch mit Vertrauten El-Husseins und dessen Umfeld genau erforscht. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 24.08.2015, Seite 10, Feuilleton

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