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Mexiko-Stadt bremst Uber-Fahrdienst

Mexiko-Stadt. Nach Protesten von Taxiverbänden gegen den neoliberalen US-Fahrdienstanbieter Uber und das spanische Pendant Cabify hat Mexiko-Stadt strenge Regeln für private Fahrer erlassen. Ihr Auto muss mindestens 200.000 Peso (11.500 Euro) wert sein, vier Türen haben, eine Klimaanlage, funktionierende Gurte und Airbags, wie es in den am Mittwoch im nationalen Gesetzblatt veröffentlichten Vorschriften heißt. Die Fahrer dürfen kein Bargeld annehmen und müssen 1,5 Prozent der Einnahmen jeder Fahrt in einen Fonds einzahlen. Das Geld daraus soll »der Verbesserung der Taxi-Dienstleistung« in der Megacity dienen.

In Mexiko hatte es – wie in Brasilien und Kolumbien – gewaltsame Proteste gegen Uber gegeben. Die drei Länder sind die wichtigsten Märkte für den Konzern, der mit viel spekulativem Kapital vorhandene Marktstrukturen zerstören und das Geschäft übernehmen will. Autofahrer, die per Uber ihre Dienste anbieten, wurden zum Teil verfolgt und angegriffen. Taxifahrerverbände werfen Uber unfaire Geschäftspraktiken vor, u. a. weil die Fahrer keine Lizenzen vorweisen und andere Steuern zahlen müssen. (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 17.07.2015, Seite 9, Kapital & Arbeit

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