-
29.05.2015
- → Feuilleton
Horst Beseler 90
Seine abenteuerliche Geschichte »Käuzchenkuhle« aus dem Jahr 1965 – 1969 mit Manfred Krug in der Rolle eines Kriminalkommissars verfilmt – war für mehrere Generationen junger Leser in der DDR ein Bestseller. Am heutigen Freitag begeht sein Autor, Horst Beseler, der zwischen 1947 und 1952 auch für Junge Welt tätig war, seinen 90. Geburtstag. Mit »Käuzchenkuhle« schuf er einen Jugendbuchklassiker, in dem es um die Schatz- und Verbrechersuche einer Gruppe von Kindern nach von der SS am Ende des Zweiten Weltkriegs versteckter Raubkunst geht. Die Liste der Romane, Erzählungen und Kinderbücher Beselers ist lang von »Die Moorbande« (1952) bis zu »Der Fall schwarze Eule« (1997). Der Schriftsteller lebt heute zurückgezogen in der Nähe von Güstrow. »Käuzchenkuhle« wurde vor 1990 mehr als zweimillionenmal verkauft, seither gab es fünf weitere Auflagen im Eulenspiegel Verlag. Der Band findet nach dessen Auskunft bis heute begeisterten Zuspruch nicht nur bei »Wiederlesern« (»Es war das einzige Schulbuch, das ich von Anfang bis Ende gelesen habe.«), sondern auch bei jungen Buchfans. (jW)
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
