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Post schüchtert laut ver.di Streikende ein

Frankfurt am Main. Im Tarifstreit bei der Deutschen Post erhebt die Gewerkschaft ver.di schwere Vorwürfe gegen das Management des Unternehmens. In einem Brief der stellvertretenden ver.di-Vorsitzenden Andrea Kocsis an SPD-Chef Sigmar Gabriel, der am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP vorlag, heißt es, die Post missachte die »demokratischen Grundrechte der Beschäftigten«. Streikenden mit einem befristeten Vertrag soll mit dem Verlust ihres Arbeitsplatzes gedroht worden sein. Post-Chef Frank Appel wies die Vorwürfe auf Anfrage energisch zurück. In dem Brief stützt sich die Gewerkschaft auf Anrufe, Gedächtnisprotokolle und Vermerke von Betroffenen, die sie anonymisiert wiedergibt. Eine Beschäftigte zitiert eine Führungskraft mit den Worten, die »übergeordneten Stellen« schauten darauf, wer streike und wer nicht: »Und die haben auch schon den Hinweis gegeben, dass sie gerade bei befristeten Kräften genau auf die Verträge schauen.« (AFP/jW)

 

 

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Erschienen in der Ausgabe vom 15.05.2015, Seite 4, Inland

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