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Inoffizielle Ehrung in Schweden

Stockholm. In Schweden hängen zur Zeit Handtaschen an allen möglichen Statuen – als inoffizielle Ehrung für eine Antifaschistin. Die Behörden hatten ein Denkmal für Danuta Danielsson abgelehnt, die 1985 einen Neonazi mit einer Handtasche geschlagen hatte, weil ihre Familie in Auschwitz gewesen war. Dem Fotografen Hans Runesson war ein Schnappschuss von ihrer Aktion gelungen, der mittlerweile zum schwedischen Foto des Jahrhunderts gekürt wurde. Eine daran angelehnte Statue, entworfen von der Künstlerin Susanne Arwin, wurde aber nun von den Behörden als zu gewaltverherrlichend abgelehnt. Schwedische Bürgerinnen und Bürger ehren Danuta Danielsson daher jetzt auf ihre Weise, indem sie aus Protest gegen die Entscheidung Handtaschen an andere Skulpturen im öffentlichen Raum hängen. (jW)

 

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Erschienen in der Ausgabe vom 25.02.2015, Seite 15, Antifaschismus

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