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Kein Marxist

Am Mittwoch abend wurde Regisseur Marcel Ophüls (87) mit einer Berlinale-Kamera ausgezeichnet. Als Sechsjähriger musste er mit seinen Eltern vor den Nazis nach Frankreich fliehen. Wiederholt setzte sich der Sohn der Regielegende Max Ophüls als Dokumentarfilmer mit der deutschen Vergangenheit auseinander. Bei den Nürnberger Prozessen entstand seine fünfstündige Dokumentation »The Memory of Justice« (Nicht schuldig, 1976). Sein Film »Hotel Terminus« über den Gestapo-Kommandanten Klaus Barbie (1989) erhielt einen Oscar. Nach seiner Doku »Novembertage« über den Mauerfall in Berlin leistete er folgenden Offenbarungseid: »Ich bin kein Marxist, und deshalb hat für mich das Konzept von persönlicher Freiheit nicht unbedingt etwas mit Ökonomie zu tun.« (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 13.02.2015, Seite 11, Feuilleton

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