-
09.02.2015
- → Ausland
Militär lässt Wahlen in Nigeria verschieben
Abuja. Die Präsidentschafts- und Parlamentswahlen in Nigeria sind offiziellen Angaben zufolge wegen der prekären Sicherheitslage in dem westafrikanischen Land kurzfristig um sechs Wochen verschoben worden. Die Wahlkommission sagte am Samstag, die Sicherheitskräfte hätten darauf hingewiesen, dass sie wegen des Kampfes gegen die im Nordosten aktive islamistische Miliz Boko Haram den Schutz der Wähler nicht garantieren könnten. Das Militär hatte auf die Verschiebung gedrängt. Die ursprünglich für den kommenden Samstag geplante Abstimmung soll nun erst am 28. März stattfinden. Kritiker sehen in dem Aufschub ein Manöver von Präsident Goodluck Jonathan und seiner regierenden Demokratischen Volkspartei (PDP), mit dem eine mögliche Wahlniederlage abgewendet werden soll. Der Herausforderer Mohammadu Buhari vom Bündnis Partei der Fortschrittlichen (APC) lag zuletzt in Umfragen gleichauf. (dpa/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!