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»Ida« in Riga

 

Das polnische Schwarzweißdrama »Ida« über die Identitätskrise einer Novizin im Polen des Jahres 1962 hat bei der Vergabe des 27. Europäischen Filmpreises in Riga die wichtigsten Auszeichnungen abgeräumt. Der streng komponierte Autorenfilm von Pawel Pawlikowski erhielt die Preise für den besten Film, die beste Regie, die beste Kamera und das beste Drehbuch. Marc Bauder gewann mit seiner Bankerdoku »Master of the Universe« in der Kategorie Dokumentarfilm. Zuletzt hatte der gebürtige Stuttgarter seine Wahlheimat Berlin zum Mauerfalljubiläum mit der Installation »Lichtgrenze« gestraft. Als beste Schauspielerin wurde in Abwesenheit die Französin Marion Cotillard für ihre Rolle im Sozialdrama »Zwei Tage, eine Nacht« der Dardenne-Brüder geehrt. Der britische Schauspieler Timothy Spall wurde für die Titelrolle in der Malerbiographie »Mr. Turner« als bester Schauspieler geehrt. Die Französin Agnès Varda (86) nahm einen Preis für ihr Lebenswerk entgegen und monierte, es seien zu wenig Frauen nominiert worden. Moderiert wurde die Gala in der Lettischen Nationaloper von Thomas Hermanns. Der Gründer des »Quatsch Comedy Clubs« (Pro7) erklärte, hinter der Landesgrenze zu Russland könne er als Homosexueller im Gefängnis landen. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 15.12.2014, Seite 10, Feuilleton

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