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Google-Gebühr

Spanien will trotz der Ankündigung von Google, seine Nachrichtenwebsite Google News España vom Netz zu nehmen, an der Urheberrechtsreform festhalten. Dies gab das Bildungs- und Kulturministerium am Donnerstag in Madrid bekannt. Die Reform, die die Erhebung einer »Google-Abgabe« vorsieht, werde wie geplant umgesetzt. Die angekündigte Einstellung des Dienstes von Google News in Spanien sei eine unternehmerische Entscheidung.

Die Ende Oktober verabschiedete Gesetzesreform sieht vor, dass Betreiber von News-Aggregatoren, die Nachrichten aus dem Web einsammeln und aufbereiten, grundsätzlich eine Gebühr an Verlage und Autoren zahlen müssen, wenn sie Auszüge aus deren Texten anzeigen. Die sogenannte »Google-Gebühr« soll am 1. Januar in Kraft treten. Allerdings steht bislang nicht fest, wie hoch sie sein wird und auf welchem Wege sie eingezogen werden soll. (dpa/jW)

 

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Erschienen in der Ausgabe vom 12.12.2014, Seite 10, Feuilleton

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