-
21.10.2014
- → Feuilleton
Wiesbadener Wende
Das Museum Wiesbaden setzt bei der Wiedergutmachung für einen Kunstraub der Nazis auf Spenden. Bis 5. November sollen die Bürger der hessischen Landeshauptstadt den Ankauf des Gemäldes »Die Labung« von Hans von Marées (1837-1887) ermöglichen, das Max Silberberg als Jude 1934 auf Druck der Nazis verkaufen musste. Bis zum Stichtag hängt das Bild mit der Rückseite zum Publikum im Museum. Wenn die erhofften 93.000 Euro zusammengekommen sind, wird es umgedreht und öffentlich gezeigt. »Wiesbaden schafft die Wende!« heißt die Aktion. Museumsdirektor Alexander Klar ist zuversichtlich, dass die Summe zusammenkommt. Mit ihr wären ein Drittel des Kaufpreises und die Kosten der Kampagne abgedeckt. Für den Rest stehen die Kulturstiftung der Länder und der Verein »Freunde des Museums Wiesbaden« ein. »Die Labung« war 1980 als Schenkung in den Besitz des Museums gelangt und wurde später als Raubkunst klassifiert. Die rechtmäßigen Erben sind bereit, es ans Museum zu verkaufen. (dpa/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!