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Intensive Instrumente

Kennen Sie den »erweiterten Kunstbegriff« von Joseph Beuys? Jeder Mensch ist ein Künstler und so? Mitten im zusehends gentrifizierten Berliner Stadtteil Moabit findet gegenwärtig ein »erweitertes« Musikfestival statt: das »Festival für selbstgebaute Musik«, bei dem alltägliche Orte in ungewöhnliche Live-Bühnen verwandelt werden und vermeintlich unmusikalische Menschen in Instrumentenbauer. Das alles wird am heutigen Samstag auf dem Hof des Berlin Kollegs, Turmstraße 75, ab 16 Uhr zusammengeführt. Es spielen unter anderem Sebastian Arnold & Robin Sukruso, die Krautrockbands Camera und Kulku sowie das Kinder Kaos Orchester. Kulku verwenden Pappinstrumente und Wasserkochtöpfe, im Kinder Kaos Orchester machen zufällig versammelte Kinder einfach Krach, und Sebastian Arnold steuert seine Sequenzer mit dem Schlagzeug an. Er vertritt die These: »Es muß schiefgehen können, damit das Publikum die Intensität der Performance wirklich spürt.« (jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 13.09.2014, Seite 10, Feuilleton

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