Zum Inhalt der Seite

Nachlaß vom Papst

Der Verwalter des literarischen Nachlasses von Marcel Reich-Ranicki (1920–2013), der Marburger Germanistikprofessor Thomas Anz, will dessen Kritiken in einer großen Werkausgabe herausbringen. Zunächst wird aber Montag ein Band mit Essays des vor einem Jahr gestorbenen Großkritikers von Zeit und FAZ erscheinen, wie Anz ankündigte. Im Buch werden viele Rezensionen von Reich-Ranicki zusammengefaßt – von der Literatur des Mittelalters bis zur Gegenwart. Bis zur umfassenden Werkausgabe werde es aber noch einige Jahre dauern, meint Anz, der früher unter Reich-Ranicki im Feuilleton der FAZ gearbeitet hatte und von diesem noch zum Nachlaßverwalter bestimmt worden war. Insbesondere durch die Fernsehendung »Literarisches Quartett« (1988–2001) war der frühere Fernsehgegner Reich-Ranicki – ähnlich wie auch die TV-Prominente Alice Schwarzer – zur bundesweit bekannten Medienfigur geworden. Reich-Ranicki hatte die Rolle des »Literaturpapstes« inne. Seit seinem Tod ist die Stelle vakant. (jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 06.09.2014, Seite 12, Feuilleton

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!

                                                                                       Kinderbeilage