-
15.08.2014
- → Inland
Hungerstreik im Abschiebegefängnis
Berlin. Nach seiner Verlegung in das Abschiebegefängnis Köpenick befindet sich ein algerischer Häftling seit zehn Tagen im Hungerstreik. Darauf wiesen »Hilfe für Menschen in Abschiebehaft Büren« und die »Initiative gegen Abschiebehaft Berlin« am Donnerstag hin. Demnach habe sich ein zweiter Häftling ebenfalls im Hungerstreik befunden, diesen aber nach der Androhung von Zwangsernährung abgebrochen. Beide protestieren gegen ihre Inhaftierung und die Verlegung nach Berlin aus der Justizvollzugsanstalt Büren, nachdem der Bundesgerichtshof Ende Juli festgestellt hatte, daß Abschiebehaft gemeinsam mit Strafgefangenen unzulässig sei. In Berlin hätten sie keine Möglichkeit, ausreichenden Kontakt zu Rechtsanwälten, Freunden und Familie zu haben. (jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Inland
