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Afghanistan: Amnesty rügt US-Militär

Kabul. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International wirft der US-Militärjustiz vor, die Tötung von Tausenden afghanischen Zivilisten bei Einsätzen der US-Armee nicht angemessen untersucht zu haben. Es habe sich »eine Kultur der Straflosigkeit« etabliert, hieß es in einem an Montag in Kabul veröffentlichten Bericht. Amnesty befragte nach eigenen Angaben 125 Zeugen und Angehörige von Opfern. Außerdem wurden Berichte über 97 Vorfälle während des Einsatzes der internationalen Besatzungstruppe ISAF ausgewertet. »Tausende Afghanen sind seit 2001 von US-Soldaten getötet oder schwer verletzt worden. Doch die Opfer und ihre Angehörigen haben kaum eine Chance auf Gerechtigkeit«, kritisierte die Generalsekretärin von Amnesty International in Deutschland, Selmin Caliskan. In der Regel seien keine Verfahren gegen die Verantwortlichen eröffnet worden. »Selbst offensichtliche Hinweise auf Kriegsverbrechen wurden ignoriert und die Täter nicht zur Rechenschaft gezogen.« (AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 12.08.2014, Seite 6, Ausland

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