-
30.07.2014
- → Feuilleton
Ukrainische Zensur
Die antirussische Militärkampagne der Ukraine und ihrer Verbündeten wird immer mehr zum Kulturkanmpf. Nun hat Kiew angekündigt, Bücher und Filme aus dem Nachbarland stärker kontrollieren zu wollen. Für Filme aus Rußland sei künftig eine Freigabe vorgesehen, »ob sie der nationalen Gesetzgebung entsprechen«, teilte die staatliche Kinoagentur in Kiew mit. Auf dem Buchmarkt soll eine Quote eingeführt werden, um einheimische Bücher gegen das Übergewicht ausländischer, vor allem russischer Literatur zu schützen, sagte Vizeregierungschef Alexander Sytsch von der faschistischen Partei »Swoboda«. Tatsächlich produziert Rußland in großer Auflage Bücher für den gesamten postsowjetischen Raum, was auch daran liegt, daß dort überall russisch verstanden wird – und der Unterschied zwischen den Sprachen Russisch und Ukrainisch nicht so bedeutend ist, wie neuerdings angenommen wird. Im Brockhaus vor 100 Jahren findet sich beispielsweise zum Begriff »ukrainisch« die Erklärung »russische Mundart«. (dpa/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Feuilleton