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Auschwitz-Komitee zu Umgang mit SS-Leuten

Oswiecim. Das Internationale Auschwitz-Komitee hat Berichte über die Einstellung von Justizverfahren gegen mutmaßliche Auschwitz-Wachleute kritisiert. »Offensichtlich ist der Mitleidsbonus, der den ›greisen‹ Tätern entgegengebracht wird, hoch«, sagte Christoph Heubner, Vizeexekutivpräsident der Organisation von Überlebenden des deutschen Vernichtungslagers, am Sonntag. »Dieses jahrzehntelange juristische Versagen Deutschlands bleibt ein fortwährender Skandal.« Dem Magazin Der Spiegel zufolge haben Ermittler elf der 30 Verfahren eingestellt, die Anfang des Jahres eingeleitet worden waren, weil die mutmaßlichen NS-Verbrecher größtenteils nicht mehr verhandlungsfähig seien. »Damit bleibt die Zahl der Auschwitz-Täter, die sich jemals vor Gericht verantworten mußten, lächerlich gering«, erklärte Heubner.

(dpa/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 23.06.2014, Seite 1, Ausland

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