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Beschaffungsstopp für Sturmgewehr

Berlin. Das Verteidigungsministerium hat die Beschaffung des Sturmgewehrs G36 ausgesetzt und läßt seine Qualität neu untersuchen. Ein Sprecher des Ressorts bestätigte am Sonntag einen entsprechenden Bericht der Bild am Sonntag (BamS). Auslöser ist demnach ein Bericht des Bundesrechnungshofes, in dem die Treffsicherheit der vom Rüstungskonzern Heckler & Koch produzierten Waffe angezweifelt wird. Es gelte zu vermeiden, daß »bis zu 34 Millionen Euro in ein Gewehr investiert« würden, »das möglicherweise den Anforderungen der Truppe nicht genügt«, zitiert BamS aus dem Report. Der Ministeriumssprecher betonte, man stehe zum G36. Bereits Anfang des Jahres sei es in Zusammenarbeit mit dem Ernst-Mach-Institut überprüft worden. Man nehme aber die Einwände des Rechnungshofes ernst. (dpa/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 23.06.2014, Seite 4, Inland

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