Zum Inhalt der Seite

DGB verteidigt »­Flexirente«

Berlin. DGB-Chef Reiner Hoffmann hat den Vorwurf zurückgewiesen, die Gewerkschaften plädierten für einen generellen Rentenzugang mit 60 Jahren. Dies sei Unsinn, sagt der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes dem Focus. Auch der DGB verfolge das Ziel, daß Beschäftigte »die Chance bekommen, gesund länger zu arbeiten«. Die Beschäftigungsquote nehme ab 60 Jahren aber rapide ab. Von den 63jährigen habe nur noch jeder fünfte einen regulären Job.

Der jüngste, vielkritisierte DGB-Vorstoß für eine Teilrente ab 60 Jahren solle es erleichtern, vor Erreichen des gesetzlichen Rentenalters teilweise aus dem Beruf auszusteigen. »Wir wollen gleitende Übergänge in die Rente tarifpolitisch gestalten«, sagte Hoffmann. Dafür brauche es »zum Beispiel einen besseren Teilzeitanspruch, Altersteilzeit oder attraktivere Hinzuverdienstgrenzen bei der Teilrente«. Unionsparteien und Unternehmerverbände lehnen die Vorschläge strikt ab.

(dpa/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 23.06.2014, Seite 5, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!