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GEW fordert ­Ausbildungsgarantie

Frankfurt /Main. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat angesichts der sinkenden Zahl an Ausbildungsplätzen an das Kabinett appelliert, die versprochenen Zusagen einzuhalten. »Wir erwarten von der Bundesregierung, mit der im Koalitionsvertrag angesprochenen Ausbildungsgarantie sicherzustellen, daß alle Jugendlichen ohne Warteschleifen die Möglichkeit erhalten, eine anerkannte Ausbildung abzuschließen«, kommentierte Ansgar Klinger, GEW-Vorstandsmitglied, am Dienstag in Frankfurt am Main den am selben Tag veröffentlichten Berufsbildungsbericht der Bundesregierung. 2013 blieben gut 257000 junge Menschen ohne Ausbildung. Sie gingen in das so genannte Übergangssystem. Die Quote der Betriebe, die ausbilden, liegt bei 21,3 Prozent. »Die Zahl der Ausbildungsverträge ist mit 530000 auf einen historischen Tiefstand seit der deutschen Einheit gefallen – trotz gestiegener Zahl der Schulabgänger und guter Konjunktur«, sagte Klinger. Das seien nur zwei Drittel der ausbildungsinteressierten Jugendlichen. Die auf knapp 25 Prozent gestiegene Abbrecherquote deute darauf hin, daß bei der Ausbildung in den Betrieben einiges im Argen liege. (jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 15.04.2014, Seite 15, Betrieb & Gewerkschaft

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