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Beust verantwortlich für Baudebakel

Hamburg. Der Untersuchungsausschuß der Hamburger Bürgerschaft zur Elbphilharmonie hat am Donnerstag abend seine dreijährige Arbeit beendet. Der vorgelegte Abschlußbericht stellt fest, daß unfertige Pläne, überforderte Politiker und Chaos auf der Baustelle das Debakel verursacht haben. Erstmals werden auch Namen der Verantwortlichen genannt. Vor allem der ehemalige Hamburger Bürgermeister Ole von Beust (CDU) trage »konkret die Verantwortung für Fehlentwicklungen«. Weiter heißt es, daß mit der verfehlten Projektkonstruktion und der schlecht vorbereiteten und unvollständigen Planung die Elbphilharmonie zum Spielball des Generalunternehmers Hochtief und der Architekten Herzog & de Meuron geworden sei. Demnach wollten alle Beteiligten das Konzerthaus unbedingt bauen, ohne die wahren Zahlen zu präsentieren. Die Kosten waren für den Steuerzahler seit 2008 von ursprünglich 77 Millionen auf aktuell 789 Millionen Euro gestiegen. Die Eröffnung wurde mehrfach verschoben, zuletzt auf 2017.

(dpa/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 05.04.2014, Seite 4, Inland

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