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Tote Migranten in der Ägäis

Athen. Nach einem Bootsunglück in der Ägäis sind nach griechischen Behördenangaben die Leichen von vier Migranten entdeckt worden. Die zwei Kinder und zwei Frauen wurden seit Montag vermißt, als ein Fischerboot mit insgesamt 28 illegalen Einwanderern vor der kleinen Insel Farmakonisi gekentert war. Vertreter des UN-Flüchtlingskommissariats (UNHCR) haben die überlebenden Migranten besucht und sie befragt. Einige von ihnen hätten nach Angaben der Flüchtlingsorganisation Pro Asyl gesagt, ihr Boot sei gekentert, nachdem ein Patrouillenboot der griechischen Küstenwache es ins Schlepptau nahm und es mit großer Geschwindigkeit zurück in die Türkei bringen wollte. Die griechische Küstenwache dementierte dies und erklärte, das Boot sei gekentert, während es nach Griechenland geschleppt wurde. »Diese Aktion der griechischen Küstenwache war mit höchster Wahrscheinlichkeit keine Rettungsaktion, sondern eine Push-Back-Operation«, erklärte Karl Kopp, Europareferent von PRO ASYL. Offenbar mußten diese zwölf Flüchtlingen sterben, weil die griechische Küstenwache unverändert an ihrer menschenverachtenden Praktik der Zurückweisung von Flüchtlingsbooten festhält.

(dpa/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 23.01.2014, Seite 6, Ausland

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