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Hintergrund: Atlantische Wirbelstürme

»Sandy« war der 18. von insgesamt 19 tropischen Wirbelstürmen in der atlantischen Hurrikansaison 2012 und der schwerste seit Jahrzehnten. Der Sturm hatte sich am 22. Oktober im Karibischen Meer aufgebaut und zog nordwärts über Jamaika, Kuba und die Bahamas bis zur Ostküste der USA.

Am 25. Oktober war der Hurrikan der Kategorie 3 mit einer Spitzengeschwindigkeit von 185 Kilometern pro Stunde nahe der Stadt Santiago im Osten Kubas auf die Küste getroffen und hatte dort schwere Verwüstungen angerichtet. Mit einem Durchmesser von knapp 1800 Kilometern hatte »Sandy« die größte Ausdehnung, die jemals bei einem Sturmgebiet im Atlantik gemessen wurde. Bei Annäherung an die US-Küste verursachte der Hurrikan eine Sturmflut mit bis zu sieben Meter hohen Wellen, die am 29. Oktober in New Jersey und in Teilen New Yorks zu Überschwemmungen führten. Durch den Wirbelsturm kamen mindestens 285 Menschen ums Leben, davon die meisten in den USA (161), Haiti (104) und Kuba (11). Die materiellen Schäden werden für die USA auf über 70 Milliarden und für Kuba auf mehr als fünf Milliarden US-Dollar geschätzt.
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In der diesjährigen Hurrikansaison hat es lediglich zwei tropische Atlantik-Wirbelstürme gegeben – so wenig wie seit 1982 nicht mehr. Es habe sich dabei nicht einmal um schwere Hurrikans mit Windgeschwindigkeiten von über 180 Stundenkilometern gehandelt, teilte das Nationale US-Wetterzentrum (NOAA) in dieser Woche mit. Normalerweise gebe es sechs Hurrikans und drei schwere Hurrikans pro Saison. Die Saison dauert von Mai bis Ende November. Zur Begründung hieß es, die Wetterbedingungen zur Bildung von Wirbelstürmen seien dieses Jahr im tropischen Atlantik, in der Karibik und im Golf von Mexiko nicht günstig gewesen. Dabei hatten Meteorologen für 2013 eine aktive Hurrikansaison vorausgesagt. Sie hatten zwischen sieben und elf Hurrikans und drei bis sechs schwere Wirbelstürme erwartet.

(vh/dpa)
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Erschienen in der Ausgabe vom 30.11.2013, Seite 3, Schwerpunkt

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