-
29.11.2013
- → Ausland
Sri Lanka beginnt Opfer zu zählen
Colombo. Viereinhalb Jahre nach dem Ende des Bürgerkriegs in Sri Lanka hat die Regierung am Donnerstag mit der Erfassung der Toten und Vermißten begonnen. Bei dem Zensus solle auch die Zahl der Verletzten und die Höhe der Sachschäden erfaßt werden, erklärte die Abteilung für Zensus und Statistik in Colombo. Die tamilische Oppositionspartei TNA äußerte Zweifel an der Richtigkeit der Regierungszahlen, da oft ganze Familien ausgelöscht worden seien. Diese Menschen könnten durch eine Befragung von Tür zu Tür nicht erfasst werden Die internationale Gemeinschaft wirft sowohl der tamilischen Rebellenorganisation LTTE als auch der Armee vor, für den Tod zahlreicher Zivilisten verantwortlich zu sein. Bürgerrechtsgruppen sprechen von einigen tausend bis zu 150000 Menschen, deren Verbleib ungeklärt sei. (dpa/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Ausland