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Sri Lanka beginnt Opfer zu zählen

Colombo. Viereinhalb Jahre nach dem Ende des Bürgerkriegs in Sri Lanka hat die Regierung am Donnerstag mit der Erfassung der Toten und Vermißten begonnen. Bei dem Zensus solle auch die Zahl der Verletzten und die Höhe der Sachschäden erfaßt werden, erklärte die Abteilung für Zensus und Statistik in Colombo. Die tamilische Oppositionspartei TNA äußerte Zweifel an der Richtigkeit der Regierungszahlen, da oft ganze Familien ausgelöscht worden seien. Diese Menschen könnten durch eine Befragung von Tür zu Tür nicht erfasst werden Die internationale Gemeinschaft wirft sowohl der tamilischen Rebellenorganisation LTTE als auch der Armee vor, für den Tod zahlreicher Zivilisten verantwortlich zu sein. Bürgerrechtsgruppen sprechen von einigen tausend bis zu 150000 Menschen, deren Verbleib ungeklärt sei. (dpa/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 29.11.2013, Seite 6, Ausland

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