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Vier mutmaßliche Naziverbrecher

München. Die Plakatkampagne des Simon-Wiesenthal-Zentrums zur Suche nach den letzten noch lebenden Naziverbrechern kann offenbar die ersten Erfolge vorweisen. Nach Hinweisen aus der Bevölkerung wurden Unterlagen zu vier mutmaßlichen Verbrechern an die Behörden übergeben. Darunter ist eine Frau, die KZ-Aufseherin im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau gewesen sein soll. Dieser und ein weiterer Fall liegen jetzt bei der Zentralstelle zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen in Ludwigsburg, wie Efraim Zuroff vom Wiesenthal-Zentrum am Montag in München sagte. Weitere zwei Fälle habe man an Staatsanwaltschaften in Berlin und Nordrhein-Westfalen übergeben. Bei einem dieser beiden Fälle handelt es sich um einen Mann, der im KZ Dachau eingesetzt gewesen sein soll. Ein weiterer sei an dem Massaker von Oradour beteiligt gewesen. Die Plakatkampagne »Spät. Aber nicht zu spät!« soll weitergehen. (dpa/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 26.11.2013, Seite 5, Inland

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