Zum Inhalt der Seite

Bundestagung: »Die Stadt gehört allen«

Der Widerstand gegen die Verdrängung einkommensschwächerer Mieter, aber auch Wohnungsloser formiert sich. So findet vom 25. bis 27. September in Dortmund die Bundestagung der »Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe e. V.« statt. Dort soll im Rahmen verschiedener Foren, Arbeitsgruppen und Workshops das weitere Vorgehen gegen die zunehmende Obdachlosigkeit erörtert werden. Außerdem will die BAG ihre »Nationale Strategie gegen Wohnungslosigkeit, sozialen Ausschluß und Armut« präsentieren.

Ziel der Bundestagung sei darüber hinaus »die Vorstellung, Diskussion und Weiterentwicklung von Anforderungen, die an integrierte Rahmenpläne – sowohl auf nationaler Ebene wie auch auf Landes- und Kommunalebene – zu stellen sind«. Wobei die zentralen Handlungsfelder dieser Rahmenpläne in den Bereichen Wohnen, Arbeit und Gesundheit lägen, so der Verband auf seiner Internetseite. Außerdem müßten sich »soziale Arbeit und Sozialverbände in den kommenden Jahren stärker in die Sozial- und Wohnungspolitik einmischen, um abgebaute Rechte neu einzufordern und bestehende soziale Rechtsansprüche umfassend zu verwirklichen«, heißt es weiter.

Linke Organisationen rufen für kommenden Sonnabend zu einem bundesweiten Aktionstag unter dem Motto »Keine Profite mit der Miete – Die Stadt gehört allen!« auf. Bereits vor einigen Monaten hatten sich verschiedene Selbsthilfegruppen und antikapitalistische Organisationen zu einem bundesweiten Bündnis formiert, um koordiniert gegen die zunehmende Verdrängung sozial Schwacher aus den Metropolen mobil zu machen. Im Rahmen des Aktionstages sind Demonstrationen unter anderem in Düsseldorf, Hamburg, Freiburg, Berlin und Frankfurt am Main geplant.
Anzeige


(bern)

www.bagw.de

www.keineprofitemitdermiete.org
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 23.09.2013, Seite 3, Schwerpunkt

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!