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Der andere Bund

In einem Park auf dem früheren Gelände des Warschauer Ghettos könnte das Archiv des Jüdischen Arbeiterbunds aus der Kriegs- und Vorkriegszeit geborgen werden, erklärten Vertreter des Jüdischen Historischen Instituts und der Geodätischen Vereinigung bei einer Debatte am Mittwoch abend. Vergraben wurde das Archiv im Frühjahr 1943 kurz vor Beginn des Ghetto-Aufstands von einem der Anführer, Marek Edelman (1919–2009). Es enthält vermutlich auch Unterlagen über die Zusammenarbeit mit dem polnischen Widerstand. »Die Arbeit des Bundes war ungeheuer wichtig«, erklärte die Historikerin Eleonora Bergman. »Seine Berichte über die Lage der polnischen Juden erreichten die Exilregierung in London.« Der Archäologe Zbigniew Polak sagte, das Versteck sei mit Hilfe von Geodäten gut zu lokalisieren. Weil das Ghetto nach der Niederschlagung des Aufstands durch die Deutschen völlig zerstört wurde, gibt es die damaligen Straßen nicht mehr. Mit spezieller Aufnahmtechnik könnten die Fundamente sichtbar gemacht werden, wie der Geodät Jacek Uchanski bestätigte. (dpa/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 06.09.2013, Seite 13, Feuilleton

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