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Correa keilt gegen Printmedien aus

Quito. Zum Schutz der Wälder hat Ecuadors Präsident Rafael Correa die Abschaffung gedruckter Zeitungen ins Spiel gebracht. Der Staatschef reagierte mit dem Vorschlag auf Kritik in der Presse an seinen Plänen zur Erschließung von Erdölfeldern im Amazonas-Gebiet des südamerikanischen Landes. Sollte es zu einer Volksabstimmung über das umstrittene Vorhaben kommen, könne darin auch über das Aus für Papier-Zeitungen entschieden werden, schrieb er Montag­abend (Ortszeit) mit ironischem Unterton auf Twitter. »Um Papier zu sparen und das Fällen so vieler Bäume zu verhindern, werden wir vorschlagen, daß es nur digitale Zeitungen gibt.« (dpa/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 22.08.2013, Seite 15, Medien

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