-
20.08.2013
- → Feuilleton
Hundesgemein
Die Repressionsgesellschaft als bürgersteigfreundliches Projekt: Im Kampf gegen Hundekot greift eine Vorstadt von Paris zur Videoüberwachung. Um die Hundebesitzer zur Mitnahme der Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner zu bewegen, will die Verwaltung von Montereau-Fault-Yonne künftig die rund 60 sowieso schon installierten Kameras nutzen. Mit ihrer Hilfe plant die Gemeindepolizei, ignorante Hundehalter zu identifizieren und zu verwarnen. Beim zweiten Vergehen werden 35 Euro Bußgeld fällig. »Wir haben über Plakate und Tütenspender in die Prävention investiert. Es funktioniert nicht«, sagte Bürgermeister Yves Jégo am Montag. (dpa/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Feuilleton
