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Gesucht: Großer Roman

Den zumindest grammatikalisch hochinteressanten Angriff von Nobelpreisträger Günter Grass auf Oskar Lafontaine (»Es gab in der sozialdemokratischen Partei keinen schmierigeren Verrat, wie den von Oskar Lafontaine an seinen Genossen«) hat Wolfgang Gehrke, hessischer Bundestagsabgeordneter der Linkspartei, mit einer Presseerklärung pariert: »Mit seinem Angriff auf Oskar Lafontaine dreht Günter Grass die Tatsachen um. Nicht Oskar Lafontaine hat die SPD verraten, sondern Schröder und – in seiner Nachfolge – Steinmeier und Steinbrück tragen die deutsche Sozialdemokratie zu Grabe.« Außerdem soll sich Grass folgendes als Schriftsteller hinter die Ohren scheiben: »Wir brauchen einen großen Roman, der die tiefen sozialen Verwerfungen aufzeigt. Das wäre politisch wichtiger als jede parteipolitische Positionierung.« (jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 15.08.2013, Seite 13, Feuilleton

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