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Falschmeldung über Vergewaltigung

Berlin. Boulevardzeitungsberichte über eine Vergewaltigung im Flüchtlingscamp auf dem Berliner Oranienplatz haben sich als falsch herausgestellt. Wie die taz am Freitag abend in ihrer Online-Ausgabe berichtete, war der mutmaßliche Vergewaltiger weder ein Flüchtling noch verübte er die Tat in dem Zeltlager. Letzteres ging bereits aus einem Bericht hervor, den das Opfer im Mai unter Pseudonym auf dem alternativen Nachrichtenportal Indymedia veröffentlicht hatte. Demnach hatte die Frau Kontakt zu einem »Mann innerhalb der Campstruktur« aufgebaut, der sich aber in einer Privatwohnung »nahm, was ihm, seiner Ansicht nach, zustand«. In einer Presseerklärung stellten die Flüchtlingsaktivisten am Freitag klar, daß es sich beim mutmaßlichen Täter sowie der betroffenen Frau um ehemalige Unterstützer des Camps handelte. Die Polizei ermittelt nach eigenen Angaben, eine Anzeige liegt ihr aber nicht vor.

(jW)
junge Welt

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Erschienen in der Ausgabe vom 29.07.2013, Seite 4, Inland

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