Zum Inhalt der Seite

Fallada-Tage

Bei den Fallada-Tagen in Carwitz (Mecklenburg-Vorpommern) geht es ab Freitag vor allem um Krankenakten des Schriftstellers. Fallada war 28mal in Krankenhäusern und Heilanstalten sowie viermal in psychiatrischen Kliniken, hat der Nervenarzt Klaus-Jürgen Neumärker ermittelt, lange Professor für Neuropsychiatrie an der Berliner Charité. »Insgesamt war sich Fallada seiner gesundheitlichen Probleme mehr bewußt, als bisher angenommen wurde«, sagt Neumärker. Der Romancier habe sich mehrfach allein in psychiatrische Behandlung begeben und sei »nicht zwangsweise eingewiesen worden, wie geschrieben wurde«. 2014 will Neumärker das in einem 600-Seiten-Buch ausführen. Bis Mittwoch geht es in Carwitz, wo Fallada von 1933 bis 1945 lebte, außerdem um dessen von 1919 bis 1938 geführten Briefwechsel mit seinem Verleger Ernst Rowohlt. Und Schauspieler Jörg Gudzuhn liest aus »Sachlicher Bericht über das Glück, ein Morphinist zu sein«.

(dpa/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 18.07.2013, Seite 13, Feuilleton

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!