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Kein Verfahren ­wegen Kirchensatire

Köln. Die Komikerin Carolin Kebekus hat keine Ermittlungen wegen ihres Satirevideos »Dunk dem Herrn« zu befürchten. Der Kölner Oberstaatsanwalt Ulf Willuhn sagte am Mittwoch, es werde nach einer Prüfung des Clips in »mühevoller Kleinarbeit« kein Ermittlungsverfahren geben. Nach einem Aufruf der Piusbrüder waren knapp 100 Anzeigen gegen das kirchenkritische Video bei der Staatsanwaltschaft eingegangen. Die Katholiken fühlten sich gekränkt und beklagten eine Störung der Religionsausübung. In dem Clip »Dunk den Herrn« singt Kebekus als Nonne und Meßdiener verkleidet einen kirchenkritischen Rapsong und spart nicht mit frivolen Gesten. Der WDR hatte den Clip nicht gesendet, weil er – mit Blick auf die Achtung religiöser Überzeugungen – an einigen Stellen gegen das Gesetz verstoße. Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft fällt das Video aber unter die Kunstfreiheit. »Die Grenze dessen, was man ertragen muß, ist sehr, sehr hoch«, sagte Willuhn.

(dpa/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 11.07.2013, Seite 15, Medien

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