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Erste Guerillas der PKK im Irak

Bagdad. Nach Beginn des Rückzuges von Kämpfern der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) aus der Türkei am 8. Mai ist am Dienstag morgen eine erste Guerillagruppe im Nordirak angekommen. Zu Wochenbeginn hatten die Türkischen Streitkräfte auf ihrer Website erklärt, trotz kontinuierlicher Überwachung der Guerillagebiete durch Drohnen keinerlei Hinweise auf einen Rückzug der Kämpfer zu haben. Da sich Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan geweigert hatte, der PKK Rechtsgarantien für freies Geleit zu geben, hatte die Guerilla beschlossen, sich heimlich auf Schleichwegen zurückzuziehen. Im Falle von Angriffen durch das Militär behält sich die Guerilla das Recht auf Selbstverteidigung vor. In der Türkei werden rund 2000 PKK-Kämpfer vermutet, die sich nach einem Aufruf des inhaftierten PKK-Vorsitzenden Abdullah Öcalan bis zum Herbst in den Nordirak zurückziehen wollen, um so den Weg für eine politische Lösung der kurdischen Frage zu ermöglichen
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Erschienen in der Ausgabe vom 15.05.2013, Seite 6, Ausland

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