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»Tabula rasa«

Lior Shambadal übt sein Amt als Chefdirigent der Berliner Symphoniker notgedrungen ehrenamtlich aus, weil der Senat dem Orchester die Zuschüsse gestrichen hat. Am kommenden Sonntag dirigiert Shambadal um 16 Uhr in der Philharmonie »Tabula rasa«, Konzert für zwei Violinen, Viola, Streicher und präpariertes Klavier des zeitgenössischen estnischen Komponisten Arvo Pärt. Der Flügel wird nach genauen Anweisungen des Komponisten mit 24 Gewindeschrauben 5 und 6 mm Durchmesser zwischen den Saiten bestückt. Die Lautstärke muß deutlich über der des Orchesterklangs liegen, und durch Verstärker erhält das Instrument einen glocken- oder gongähnlichen Klang. Für die Liebhaber konventioneller Werke spielen die Symphoniker darüber hinaus die »Sinfonia concertante Es-Dur« von Mozart und die 2. Symphonie von Anton Bruckner. (ssch)
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Erschienen in der Ausgabe vom 13.04.2013, Seite 13, Feuilleton

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